Wieder eine Woche um und kein Zwischenbericht. Naja, wir haben ja auch Ferien ;-)
Ich fange am besten nahtlos an den letzten Post an, damit ihr nicht den Faden verliert!
Nachdem wir uns von der Höhlentour mit einem frischen Pint und einem spannenden Spiel im Pub erholt haben, sind wir am letzten Mittwoch mit einigen Umwegen nach New Plymouth gefahren. Auf dem Weg dorthin machten wir in Mokau einen halt um uns den schwarzen Sand am Black Beach anzuschauen. Weiter auf unserem Weg hielten wir ein paar Km südlich um die Three Sisters vor die Linse zu bekommen. Da wir uns leider nicht über Ebbe und Flut informiert haben, kamen wir dann leider zu spät. Auch die White Cliffs konnten wir dank dem Wasser nicht von nahem betrachten. Zur Entschädigung für die missglückten Sehenswürdigkeiten konnten wir am Abend unseren Van an den, bis zu diesem Zeitpunkt, Platz mit der besten Aussicht in New Plymouth abstellen. Hinten das Meer und vorne der Mount Taranaki, was will man mehr. Mit einem Spaziergang an der Promenade von New Plymouth schlossen wir dann diesen Abend ab.
Neuer Tag, neues Pech. Wir haben unser Weg eigentlich so gewählt, weil wir den Mount Taranaki in seiner vollen Pracht sehen wollten. Leider war der Donnerstag aber um den Mount so bewölkt, dass wir ihn nicht von nahem betrachten konnten. Da das Wetter sonst aber relativ gut war, entschlossen wir uns in Stradford den empfohlenen Stadtrundgang zu machen, auch das etwas, was nicht weiter zu empfehlen ist... Zum Glück kam es dann auch an diesem Tag noch besser und wir verbrachten den frühen Nachmittag im Freiluftmuseum von Stradford. In mühevoller Arbeit wurden dort alte neuseeländische Häuser und Einrichtungen von diversen Orten wieder aufgebaut und restauriert. Viele Details verleihen diesem Ort einen gewissen Charme. Da wir uns für das Spiel am Sonntag in Wellington ein wenig sputen mussten, fuhren wir danach noch weiter gegen Süden. Da in unserem Campingführer keine Empfehlung für dieses Gebiet vorhanden war, suchten wir uns einfach selber ein schönes Plätzchen, was uns dann an den wirklich traumhaftesten Ort führte, an dem wir bis anhin übernachten durften. Patea Beach, ein Traum!
Freitag, weiter nach Süden, näher Richtung Wellington. Ein wunder schöner Morgen und vor uns ein Tag mit wenig Programm, aber vielen Kilometern. Erster Halt, Palmerston North. Hier befindet sich das NZ Rugby Museum, ein Muss für jeden Fan. Auf relativ kleiner Fläche wird einem hier die Geschichte des neuseeländischen Rugby mit vielen Artefakten näher gebracht und wer will kann sich auch noch interaktiv mit kicken, tackeln und scrummen austoben. Da über die Stadt nicht viel tolles im Reiseführer geschrieben war, übernachteten wir an einem kleinen Ort südlich am Himatangi Beach. Hier sind wir nun Mitglied im Boating and Fishing Club, damit wir am Abend das Spiel im Clubhaus sehen konnten.
Der Samstag fing nicht toll an, Regen und Wind. Kein grosses Problem, da wir sowieso ohne Umwege nach Wellington wollten. Leider hatten wir noch keinen Camping Platz und alles was wir im Voraus versuchten war ausgebucht. Hmm, was nun? Einfach mal fragen ob evtl. jemand abgesagt hat. In Wellington angekommen, klapperten wir daher die zentralen Camping ab und bekamen von einem Security den Tip, dass wir 5 Km ausserhalb bei einer Marina stehen dürfen. Angekommen an diesem Platz war ausser uns fast keiner dort, WC und Dusche war aber vorhanden. Nach einer Weile fanden wir dann heraus, wo wir uns anmelden mussten. Der Platz war kostenlos und wir bekamen noch ein Welcome Pack von Wellington. Im Vergleich zu Auckland Sparten wir so 45 Dollar pro Nacht und Waren wunderbar zentral. Der Wagen war geparkt, auf ins Zentrum und zum shoppen... Am Abend trafen wir uns noch mit fünf Leuten vom RC Bern um uns gemeinsam anzusehen, wie die All Blacks die Franzosen fast chancenlos die Stirn boten.
Am Sonntag war das Wetter wirklich mies. Wenn wir am Abend nicht Argentinien gegen Schottland live sehen würden, wären wir vielleicht gar nicht aufgestanden. Es goss das erste mal seit wir hier sind so richtig runter. Leider hat unser Auto eine Stelle, wo der Regen rein tropft. Wir mussten dieses mal die grosse Schüssel darunter stellen, damit wir keine Überraschung erleben, wenn wir wieder zurück kommen. Was macht man an einem Tag an dem es so regnet? Richtig, wir begaben uns ins Te Papa Museum. Nicht nur dass das Museum gratis ist, nein auch die Vielfalt hat uns beeindruckt! Wir hoffen schon fast auf schlechtes Wetter wenn wir zurück in Wellington sind, damit wir dort nochmals vorbeischauen können.
Zum Glück wurde das Wetter dann aber am Nachmittag wieder besser und wir hatten auch noch gedeckte Plätze am Abend im Stadion. Die Argentinischen Fans machten den Abend dann noch gelungener, als ihr Team das Spiel gewann.
Gestern, Montag Mittag, legten wir nun von Wellington mit der Fähre ab und hatten eine ruhige dreistündige Fahrt die uns am Abend dann nach Picton brachte. In der Fahrt inklusive, schönes Wetter und Delfine als Begleitung neben dem Schiff.
Heute sind wir in Kaikoura angekommen und konnten uns nach einem kurzen Spaziergang bis auf wenige Meter an ruhende Seehunde heranwagen. Wenn man sich ruhig nähert und einen Abstand von ca. 10 Metern einhält, scheint das die Tiere kaum zu interessieren. Nach dieser körperlichen Anstrengung ;-) haben wir uns dann einen gebratenen Crayfish geleistet. Lecker, fast frisch aus dem Meer auf den Grill. Was könnte besser sein.
Morgen fahren wir nach Christchurch, wo wir sicher noch Spuren der jüngsten Erdbeben sehen werden. Ich bin gespannt, wie die Situation vor Ort aussieht.