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Hallo,

du befindest dich auf Esti und Dani's Blog.

Wir befinden uns von ende August bis anfangs November auf unserer Reise mit dem Campervan durch Neuseeland.

Verfolgt unsere Reise hier. Wir werden versuchen regelmässige Posts und aktuelle Bilder hier zu veröffentlichen.

Stay tuned...

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Well done All Blacks!

Am letzten Mittwoch wurden wir mal wieder mit einem Tropf Geräusch geweckt. Da unser Van schon einige Jahre und schon mehr wie 350'000 km auf dem Buckel hat, kann das durchaus vorkommen. Trotz des Regens fuhren wir zum nahen Hukka Fall, der zur Abwechslung mal wirklich eindrücklich war. Als Schweizer ist man ja puncto Wasserfall nicht so leicht zu beeindrucken. Da es zum Zeitpunkt unserer Ankunft am Wasserfall richtig regnete, mussten wir uns in die volle Regenmontur werfen, um auf dem kurzen Weg nicht komplett durchnässt zu werden...

Da das Wetter nicht besser wurde entschieden wir uns für ein Schlechtwetters Program, dass aber auch seinen Reiz hatte. Wir machten uns ins de Bretts SPA Ressort auf. Hier gab es Wasser von Mineralquellen in verschiedenen Temperaturen. Eine angenehme Art, das schlechte Wetter zu überbrücken. Im 40 grad warmen Wasser lässt es sich auch aushalten, wenn es von oben auf den Kopf tropft. Zur Entschädigung gönnten wir uns Lammracks vom BBQ!

Der Donnerstag begrüßte uns dann wieder mit Sonnenschein. Nach dem Breakfast fuhren wir auf dem Weg Richtung Rotorua zuerst noch nach Orakei Korako thermal Area. Wie schon vor einigen Wochen Wai-O-Tapu, ist dieser Ort thermisch aktiv und birgt kleine Geysire, Mudpots und weitere dampfende und rauchende Löcher. Einmal mehr ein mystischer Ort auf unserer Reise.

Von Orakei Korako fuhren wir dann weiter nach Rotorua, wo wir wieder für zwei Nächte eincheckten. Rotorua ist mit Taupo wahrscheinlich das vulkanisch aktivste Gebiet in Neuseeland und so verwundertes nicht, dass im Stadtpark Kuiram an jeder Ecke etwas blubbert und raucht.

Rotorua ist mit ca. 30% Maoris eine der Hochburgen der Urbevölkerung und bietet darum auch einiges an Kultur für Touristen. Hier könnte man sich die volle Folklore Dosis geben und ein Maori Abend inkl. dem traditionellen Hangi buchen. Da mir diese Massen-Veranstaltungen nicht so zusagen, haben wir auf unserem Spaziergang einfach das Maori viertel Ohinemutu besucht und uns nicht noch Tänze usw vorführen lassen.

Am Donnerstag Abend entschieden wir uns am Freitag zum raften zu gegen. Da wir uns erst spät entschieden haben, mussten wir das ganze am Freitag morgen früh buchen und konnten dann mit der Mittags Tour mit. Der Bus holte uns an diesem wunderschönen Tag vom Camping ab und wir wurden ins Base Camp gefahren. Dort wurde uns einmal mehr ein Wetsuite verpasst und wir bekamen die Instruktionen. In Booten à sechs plus Guide, wurden wir dann auf den Kaituma River gewassert, wo wir nach einigen kleineren Wasserschnellen und 2 Meter Wasserfällen auf den 7 Meter Wasserfall, normal dem Highlight der Tour, zurasten. Den Fall überstanden fünf von sieben in unserem Boot ohne Probleme. Nur die zwei Franzosen fielen aus dem Boot und wir mussten sie unten wieder hinein hieven. Als schon fast alles vorbei war, passierte es dann. An einer Stelle, wo eigentlich nichts passieren sollte, hatte ich dann mein OOTB Experience. OOTB steht für 'out of the boot', dies bedeutet, ich habe mich in der Euphorie selber aus dem Boot gehebelt und bin dann nur einige Meter vor einer Stromschnelle und laut Erzählungen nur cm vom Fels in den Fluss gefallen. Da ich bei den Instruktionen richtig zugehört hatte, habe ich mich direkt in die White Water Position begeben und bin über die Schnelle herunter gerutscht. Kurz vor der nächsten, warf mir ein anderes Boot ein Seil zu und ich wurde in dieses Boot 'gerettet'... Für mich war das kleine Bad eine willkommene Abkühlung und hat mir spass gemacht. Leider brach dabei mein Paddel und die schon etwas ängstlichen Deutschen und Franzosen in unserem Boot hatten eine Schrecksekunde. Der Guide dagegen, konnte sich vor lachen nicht halten und meinte, dass vor mir hier erst ein Inder reingeflogen ist... Nach diesem Ereignis nannte er uns nur noch Team Awesome! Kulinarisch hatten wir uns am Abend dann in den Burger Fuel, einer NZ Burger Kette, begeben. Von solchen Burgern könnte sich Mc Donalds eine Scheibe abschneiden. Nicht nur die Größe, auch der Geschmack überzeugt und man hat sicher genug!
Am Abend wurde noch das Bronze Final gespielt, was leider an Australien ging.

Samstag, kleiner Kater, wir machten uns auf den Weg an den Ohope Beach, wo wir die Nacht verbringen wollten. Auf dem Weg war mal wieder Baden angesagt. Die Awakei Hot Springs waren Balsam für uns und nach zwei Stunden einweichen gings dann an den Ohope. Im Top 10 angekommen suchten wir uns ein schönes Plätzchen am Meer und spannten ein bisschen aus.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des WM Finals, welches wir bei unseren Freunden in Tauranga schauen wollten. Wir machten uns daher auf den Weg von Ohope nach Tauranga, wo wir am Abend ein grosses BBQ hatten. Nach richtiger Kiwi Manier gab es ein Beercan Chicken, Lamm Sirloin und Eye Filet vom Grill!

Nach dem Essen setzten wir uns gespannt vor den TV. Das Spiel konnte beginnen! Die erste Halbzeit verlief nach Wunsch, auch wenn die AB's schon mehr im Vorsprung sein könnten. Die zweite Halbzeit war dann eine Nervensache! Mit nur einem Punkt unterschied und den wohl spannendsten 10 Minuten Rugby ever, gewannen die All Blacks seit 24 Jahren mal wieder die begehrte Webb Ellis Trophy. Well done guys! Wäre ein Skandal gewesen, wenn die Franzosen dieses Spiel für sich entschieden hätten!

Da der Montag hier ein Feiertag war, konnten wir alle schön ausspannen. Der Tag begann mit einem Breakfast vom Grill mit Rösti, Speck und Spiegelei. Danach entertainten wir Luca im Sandkasten und mähten später noch den Rasen. Hier konnte ich endlich das erste mal mit einem Ride on das Gras trimmen. Fehlen mir bald nur noch Gummistiefel um komplett Kiwi zu werden!

Am Abend gabs einmal mehr BBQ, man soll ja das schöne Wetter geniessen!

Am Dienstag war das Wetter wieder sensationell und wir verbrachten die meiste Zeit bei Spreiter's im Garten. Da ich wieder mal eine richtige Küche zur Verfügung hatte, machte ich für uns alle eine große Lasagne, die jedoch bis nach dem Volleyball Match von HJ am Mt Manganui Beach warten musste.

Am Mittwoch machten wir dann eine Ausflug mit Übernachtung an den Waihi Beach. Zuerst fuhren wir aber etwas weiter zur Karangahake Gorge. Hier wurde früher nach Gold gegraben. Heute kann man auf den Geleisen und in den Tunneln der alten Mine herum spazieren. Es empfiehlt sich eine Taschenlampe dabei zu haben...

Nach dem spazieren fuhren wir an den schönen Waihi Beach, der zum Glück vom Schiffsunglück vor der Bay of Plenty verschont worden ist. Am Abend genossen wir ein feines Dinner im Flatwhite Café, welches im Umkreis von 20 km das einzige Lokal ist, wo es was zu essen gibt.

Heute war es leider ein bisschen bedeckt, wir machten uns nach den scrambled eggs vom Flatwhite auf den Weg nach Waihi, wo wir die moderne Goldmine betrachteten. Zurück in Tauranga spielten wir noch eine Runde Mini Golf, die natürlich wieder vom starken Geschlecht gewonnen wurde ;-)

Nun sind wir wieder bei Spreiter's und freuen uns auf die letzten paar Tage!

Dienstag, 18. Oktober 2011

Heading back north

Ist schon wieder länger her, dass ich das letzte mal gepostet habe, aber dass ist man sich ja schon bald gewöhnt...

Am letzten Dienstag sind wir am Morgen aufgestanden, um uns den Franz Josef Gletscher anzuschauen. Leider hing der Nebel so tief und es regnete teilweise, dass wir uns den Weg zum Gletscherfuss sparten und stattdessen ein stärkendes Frühstück in einem Café im Ort zu uns nahmen. Danach fuhren wir Richtung Norden an der Westküste nach Greymouth. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem zwei Seelen Dorf vorbei, dass sich Pukekura nennt. In Pukekura kann man das Bushman Museum (world famous in New Zealand...) besuchen. Im 20' Film bekommt man eine Einführung in die Geheimnisse der Buschmänner und der Rotwild Jagd in den letzten Jahrzehnten. Das Museum selber wäre dann auch in 5 Minuten gesehen, währe in der stinkenden Ecke nicht noch ein Käfig mit Possums. Die scheuen Tiere sind eigentlich nachtaktiv und bei den Neuseeländern so verflucht, dass wir sie bis jetzt nur flach auf der Strasse gesehen haben. So im Käfig sind sie eigentlich ganz niedlich.
Kurz vor Graymouth bogen wir noch ins Dörfchen Shantytown ab. Dort konnten wir einmal mehr die Geschichte und Gebäude der ersten Siedler miterleben und durften noch mit einer Dampfeisenbahn ein kleines Stück mitreisen.

Am Mittwoch führte der Weg an der Küste entlang, laut Lonely Planet eine der zehn schönsten Autostrecken weltweit. Auf der Fahrt hielten wir bei Punakaiki wo die Pancake Rocks zu bestaunen sind. Diese Kalksteine sehen so aus, als wären sie aufeinander gestapelt, wie Pancakes eben...

Zusätzlich zu den gestapelten Steinen sahen wir noch ein Blowhole, wo durch unterirdischer Wasserdruck die Wellen wie Dampf durch ein Kamin im Gestein austreten. Leider war das Phänomen fast nicht sichtbar. Könnte am schönen Wetter gelegen haben. Einige Meter weiter befinded sich der Truman Track auf dem man in wenigen Minuten an weitere solcher Blowholes gelangen sollte. Ausser einer tollen Aussicht, gab es leider nichts zu sehen.
Westport liessen wir Links liegen und begaben uns auf den Weg ins Bullers Vally, wo wir im späteren Nachmittag noch Neuseelands längste Hängebrücke (160 m) passierten und den Rückweg mit dem parallel verlaufenden Flying Fox absolvierten. Die Nacht verbrachten wir dann im nahen Murchison.

Am Donnerstag fuhren wir auf direktem Weg nach Nelson, dass laut beschrieb einen tollen Eindruck machte, diesem Ruf aber nicht wirklich treu wird. Nach dem Stadtbummel sind wir mal wieder in einem Freiluft Siedler Museum gelandet, diesmal aber ohne Eintritt zu bezahlen und weil wir die Kunstausstellung (street art) und die Kleinbrauerei besichtigen bzw. probieren wollten. Am Abend gönnten wir uns mal wieder ein Eye Filet auf dem Grill... Mmmmhhh!
Das Ziel von Freitag war Picton. Von hier hatten wir am Samstag die Fähre zurück nach Wellington. Auf der kurvigen fahrt machten wir noch einen Ausflug in die Marlborough Sounds, die einen Abstecher wert sind.

In Picton angekommen checkten wir im Camping ein und als die Frau vom Empfang sah, dass wir aus Luzern sind ist sie kurzerhand in ihre Wohnung gerannt, hat ein Pilatus Plüsch Drachen geholt und uns vom Löwendenkmal vorgeschwärmt. Der weitere Plan war es dann, einen Spaziergang an der Promenade zu machen, was dann aber wegen Hagel ins Wasser viel.

Apropos Wasser, wir haben dann die Zeit genutzt und uns im Camping eigenen SPA Pool eine halbe Stunde durch sprudeln lassen. War als alternative auch ganz ok...

Am Samstag ging es wie gesagt um 10 Uhr auf die Fähre zurück auf die Nordinsel nach Wellington. Dort angekommen checkten wir im zentralen Waterfront Motorcamp ein und gingen danach in die Stadt bummeln. Zum Znacht gab es ein Surf & Turf vom heissen Stein! Cool, wenn man ein rohes Stück Fleisch zum selberbraten an den Tisch bekommt! Danach sahen wir noch das erste Halbfinale, dass leider nicht nach Wunsch ausging, dafür machten wir uns aber neue Freunde und lernten den Ausdruck "jafa", den die Kiwis für Leute verwenden, wie ins grosse Auckland zügeln.

Da wir am Samstag mit den neuen Freunden auch anstossen mussten, erwachten wir am Sonntag mit einem etwas schweren Kopf und das Wetter anfangs noch grau war, machte es gar nichts aus, dass wir den schweren Kopf noch etwas länger auf dem weichen Kissen ausruhten. Endlich aufgestanden ging es zum Te Papa Museum, der Rugby Statue und dann zum Italiener auf eine fast echte Pizza.

Danach schauten wir im über vollen Pub mit ca. 200 All Blacks Fans und einem Australier das zweite Halbfinale. Besser hätte der Tag nicht enden können und die Hoffnung auf den richtigen WM Sieger ist noch intakt!

Der Montag führte uns durch ein Gebiet, dass weniger sehenswert war. Daher fuhren wir einfach mal drauflos und nach etwas mehr wie 300 km, parkten wir den Van am Ocean Beach Nähe Naper. Hier war es so gediegen, dass wir direkt die Nacht mit Aussicht zum Strand verbrachten.

Von Neuseelands Städten wurden wir bis jetzt mehr enttäuscht als überrascht und Napier machte da heute keine Ausnahmen. Nach kurzem Stadtbummel fuhren wir Richtung Taupo, wo wir heute und morgen die Nacht verbringen. Hier in Taupo sind wir heute an eine warme Quelle Spaziert, die in den Waikato River fliesst. Wir und auch einige andere aalten uns im warmen Wasser. Ein Traum so in der Natur, ohne Eintritt noch viel besser...

Montag, 10. Oktober 2011

Adrenalin capital Qeenstown

Letzten Donnerstag mussten wir uns entscheiden. Entweder wir fahren westlich in die Douptful und Milford Sounds oder wir nehmen den direkten Weg nach Queenstown. Da wir unsere letzten Ferien in Norwegen verbracht haben und schon dort einige Fjords gesehen, haben wir uns gegen die Sounds entschieden. Zwar werden diese als eine der größten Attraktionen Neuseelands angepriesen, aber der Umweg ist nicht unbedeutend.
Wir sind also am Donnerstag auf direktem Weg nach Queenstown gefahren. Bei schönstem Wetter trafen wir am frühen Nachmittag dort ein und waren noch voller Tatendrang. Queenstown wird allgemein als Adrenalin Hauptstadt von Neuseeland gehandelt und macht ihrem Ruf alle Ehre.
Mit einigen Prospekten bewaffnet kamen wir aus der Camp Reception, wo wir uns gerade für drei Nächte eingeschrieben hatten. Das studieren der Angebote konnten wir dann bequem im Campingstuhl vor dem Van erledigen und entschieden uns schon bald für Canyoning und Jetboat. Wir buchten dies für den nächsten Tag und spazierten anschliessend gemütlich zu den Gondeln, die auf den nahen Hausberg führen. Oben angekommen erwartete uns eine wunderschöne Aussicht, die wir jedoch in der Schweiz irgendwo am Vierwaldstättersee auch finden könnten.

Da wir uns im actionreichen Queenstown befanden, wurde uns auf dem Berg natürlich nicht nur eine Tolle Aussicht geboten, nein wir konnten auch aus einige Funsportarten etwas auswählen. Zur Auswahl stand: Bungeejumping, Paragliding oder Gravity Ride. Wir entschieden uns für den Skyline Ludge, eine Art Rodelbahn Kart Strecke. Sitzend auf Schlitten, wie in unseren Sommer Rodelbahnen, fahrend auf einer Asphalt Bahn mit Steilkurven, Tunnel und Bodenwellen. Eine lustige Art, um langsam auf den Adrenalin-Geschmack zu kommen. Nach einigen Fahrten und einem kleinen Snack machten wir uns wieder auf den Weg ins Tag um den Nachmittag mit einer Partie Minigolf abzuschliessen. Dabei konnte ich den Schweizer Bahnrekord egalisieren, was bei 52 Schlägen auf 18 Löcher keine grosse Sache ist.
Nach einem kleinen Spaziergang im sehr touristischen Ort, gönnten wir uns ein paar Pints im Pub und einfeines mexikanisches Nachtessen.

Am Freitag ging es dann für uns um 11 Uhr los. Unsere Guides Mike und Aaron holten uns im Camping ab und nach dem pickup der anderen Teilnehmer wurden wir zum Ausgangspunkt chauffiert. Dort angekommen gab es dicke Wetsuites. Alles war bedeckt ausser das Gesicht und die Hände. Beim Canyoning geht es darum einen Fluss zu überqueren, reinzuspringen, sich abzuseilen und runterrutschen. Ein Riesen Spass, wenn man keine Angst vor Höhe und Wasser hat. Unsere Gruppe bestand aus ca. 12 Personen, was ein wenig viel ist um das ganze flüssig zu erleben. Die Guides haben uns dann in Team Europa ( Wir + 4 Franzosen) und in Team AsianPacific aufgeteilt (4 Inder und 2 Australier). Trotz der zusammenlosung mit den Franzosen, sind wir im besseren Team gelandet. Die Inder machten nämlich den Eindruck als wären sie das erste mal in der freien Natur...
Wir wärmten uns mit ein paar Flying Fox auf. Beim Flying Fox rutscht man mit einer Kurbel an einem Stahlseil auf die andere Seite der Schlucht. Gefolgt von einem ca. 20m abseilen, was auf englisch übrigens "abseil" genannt wird. Im Fluss angekommen wurden wir zuerst einen Wasserfall heruntergerutscht, wobei wurden wirklich wahr ist, da es ohne den Schupser des Guides nicht funktioniert hätte. Den ersten Mut gefasst dadurch, konnten wir nun zuerst von ca. 6m und danach von 8m in den Fluss springen, was Esti mutig wie sie ist, sogar noch vor mir hinter sich brachte. Nach einem weiteren Abseilen direkt ins Wasser und einigem rutschen, war der Spaß dann nach ca. 2 Stunden leider schon vorbei und wir wurden zurück nach Queenstown gebracht. Zurück im Camping hatten wir gerade Zeit uns umzuziehen und uns mit einer Baby Coconut (übrigens nicht zu empfehlen) zu stärken, bevor es zum Jetboating auf den Shootover River ging. Beim Jetboating geht es darum mit möglichst hoher Geschwindigkeit möglichst nah an den Felsen vorbeizufahren und zwischendurch einige 360 Grad Drehungen zu machen. Ein teurer aber lustiger Spass. Da ich nun wirklich Blut geleckt hatte, meldete ich mich für den nächsten Tag zum Skydiven.
Dank des Skydiven mussten wir für den Samstag mal wieder den Wecker stellen damit ich dann auch zur richtigen Zeit am Treffpunkt war. Leider hat die Firma mit der ich am Vorabend gebucht hatte keine anderen Teilnehmer und mussten mir daher am Treffpunkt absagen. Da ich mental schon darauf eingestellt war und ich das auch wirklich machen wollte, musste ich schauen mit einer anderen Company zu fliegen. Zwei Türen weiter hatte ich dann bei Nzone Glück und ich buchte den Sprung aus 15000 Fuss (ca. 4500 Meter).

An der Dropzone angekommen wurden wir schon bald mit Overall, Mütze und Handschuhen eingekleidet. Da ich den Tandemsprung inklusive Fotos und Video als Erinnerung gebucht habe, hing ich nicht nur einem am Bauch, ich hatte auch zusätzlich einen dedizierten Kameramann, der den ganzen Flug mitflog. Während Esti in der Dropzone das schöne Wetter genoss, quetschte ich mich mit fünf anderen Springern in das Flugzeug. Da nicht alle gleich mutig sind, gab es solche, die nur 12000 Fuss gebucht haben und daher aus der geringeren Höhe schon mal rausgesprungen sind. Nach ca. 15 Minuten Flug sind wir zwei letzten verbleibenden dann dran.
Als die Türe des Flugzeugs geöffnet wird und ich im Tandem in dieselbe Richtung gehopst bin, wir auch mir ein bisschen mulmig. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch Spass am schönen Flug über dem Lake Wakatipu. Nun wird es wirklich erst, der Kameramann steigt aus dem Flieger und hält sich für das obligate Foto auf der Flugzeugkante am Gestänge aussen fest. Dave, mein Pilot ruft mir noch einmal die Bananen-Pose ins Gedächtnis und ich Sitze mit angezogenen Beinen, Hände am Gstältli und dem Kopf nach oben am Rand. Eine Sekunde später kippen wir auch schon vorne über und ich sehe den Boden von weitem und spüre die Kälte im Gesicht. Der erste Gedanke "scheisse, was mache ich hier" danach nur noch "wow". Die restlichen 59 Sekunden freien Flug sind dann einfach nur genial. Ich merke die Zeit gar nicht und geniesse und schon ist der Schirm auf und wir gleiten zum Boden. Wuhuu, ein Gefühl, dass einem noch Minuten später ein Lachen auf das Gesicht zaubert!
Zurück in Queenstown machten wir uns auf ins Pub um die ersten Viertelfinale zu sehen, welche jedoch überhaupt nicht nach meinem Geschmack waren.

Am Sonntag morgen mussten wir um 10 Uhr vom Camping sein und da wir uns schon recht an das ausschlafen gewöhnt haben, sind solche Tage immer etwas nervig.
Von Queenstown machten wir uns über Arrowtown auf den Weg nach Makarore. In Arrowtown besuchen wir eine chinesische Goldgräber Siedlung und frühstücken. Auf dem Weiterweg kurz nach Wanaka kommen wir per Zufall am Schild der Puzzle World vorbei. Aus Interesse und mit der Sicherheit etwas darüber gelesen zu haben, machen wir halt und besuchen die Ausstellung und den Irrgarten.

Bei der Ausstellung geht es um optische Täuschungen und dergleichen. Ein Erlebnis ist mit Sicherheit auch der Schräge Raum, der dem Hirn vorgaukelt, dass alles nach oben geht, in Wahrheit geht es aber runter. Mein Gehirn war ein bisschen zu verwirrt und ich musste nach wenigen Sekunden aus dem Raum flüchten, da mir doch etwas übel wurde. An der frischen Luft und im Irrgarten kam aber alles wieder besser und nach dem lösen der Aufgabe, man musste den weg zu allen vier Ecktürmen finden, in nur 45 Minuten hatten wir auch dies noch geschafft.

Einige Minuten später bog die Strasse zum wunderschönen Lake Hawea ab, von wo wir ein Postkartenfoto machen konnten.

Einige Zeit später und im richtigen Camping angekommen (hatte beim zweiten Versuch dann auch geklappt) konnten wir die zweiten Viertelfinals im Gemütlichen Pub im Sofa angucken. Ca. 10% der hiesigen Bevölkerung war anwesend, was vier Personen entsprach.
Heute hatten wir dann eine etwas längere Etappe vor und die uns über den Fox Glacier nun zu unserem Stopp am Franz Josef Gacier führte. Den Franz Josef (benannt nach dem Österreichischen Kaiser) schauen wir uns morgen an. Heute sind wir im Camping noch kurz in den SPA Pool gehüpft und haben uns noch ein bisschen sprudeln lassen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Die windigen Catlins

Am Dienstag machten wir uns von unserem Open Air like Camping in Dunedin auf die Otago Peninsula auf. Laut dem Reiseführer ein MUSS auf jedem Dunedin Besuch. Naja, die Burg aus dem späten 18ten Jahrhundert liessen wir dank des stolzen Eintritt von 27$ Links liegen und begaben uns zum Taiaroa Head wo man Albatrosse, Seelöwen und Pinguine sehen soll. Leider ist aber wegen der Brutzeit entweder nichts zu sehen oder die Wege sind gesperrt... Der Ausflug endete daher mit wenig neuen Erlebnissen.

Zurück in Dunedin besichtigten wir die steilste Wohnstrasse der Welt und haben diese auch zu Fuss erklommen. Der Van hätte die Steigung eher nicht überstanden...

Mit aufgefüllten Ressourcen machten wir uns nach dem Mittag dann auf den Weg in Richtung der Catlins, dem Südlichsten Gebiet der Neuseeländischen Südinsel. Unser Nachthalt planten wir am Kaka Point. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass der Camping zu dieser Jahreszeit wohl nicht so frequentiert wird und das Office gar nicht besetzt ist. Nach einem kurzen Zwischenstop war es dann Zeit an den Nugget Point zu fahren um die Pinguine beim an Land kommen zu beobachten. Nach dem Pech am Morgen, gelang dies uns auch und wir können in einiger Entfernung tatsächlich einzelne Pinguine betrachten, die vom Fressen zurück an Land kamen.

Zurück am Kaka Point mussten wir dann trotzdem noch für den Platz bezahlen, als während dem Znacht kochen noch jemand zum einkassieren auftauchte.

Heute sind wir nun die Catlins mit einigen Abstechern gefahren. Zuerst führte uns der Weg zu einem unglaublichen Wasserfall... ;-)

...dann zu dem versteinerten Wald, der nur einige Zeit vor und nach Ebbe zu begehen ist. Versteckt zwischen dem versteinerten Holz spotteten wir einen Körper eines Seelöwen, der nicht mehr so lebendig schien. Kurz bevor sich Esti darauf zu bewegte, schaute das faule Tier aber doch noch zu uns, was uns eine Sprint über die holprigen Versteinerungen ersparte.
Einige Kilometer Schotter weiter, kämpften wir uns durch den Wind an den Slope Point. Dies trotz der Warnung, dass es wegen der Lämmer Zeit evtl. gesperrt sein könnte. Diesmal hatten wir Glück und konnten uns mit einem Beweisfoto wieder zurück in den warmen Van begeben.

An diesem Punkt angelangt blieb uns nichts weiteres übrig als wieder nordwärts zu fahren. Mit einem Abstecher zum Waipapa Lighthouse, beendeten wir den Ausflug in die Catlins und nächtigen heute in Invercargill.

Wer sich übrigens über die frequenten Updates wundert, heute nehme ich zum Anlass, dass ich wieder einmal Photos hochgeladen habe!

Montag, 3. Oktober 2011

...and the ref blows the whistle for halftime!

Leider hatten wir am letzten Mittwoch schon Halbzeit der Reise. Zum Glück ist das Glas aber noch halb voll und wir dürfen nochmals viereinhalb Wochen im grossartigen Neuseeland verbringen. Bis jetzt haben wir an 23 verschiedenen Orten geschlafen und 4000 Km mit unserem Van zurückgelegt. Much more to come...

Letzten Mittwoch machten wir uns also auf den Weg nach Christchurch, wo wir die Nacht verbringen wollten. Auf dem Weg dorthin nutzten wir das schöne Wetter und frühstückten an der Gore Bay. Mit der Sonne im Herzen und dem Frühstück im Magen fuhren wir also weiter nach Christchurch auf unseren Camping. Dort angekommen mieteten wir uns zwei Bikes um die Stadt etwas auszukundschaften. Der holprige Weg in die Stadt wurde leider nicht mit grosser Aussicht belohnt. Je näher wir dem Zentrum kamen, umso bewusster wurde uns, dass das Erdbeben doch sehr grossen Schaden verursacht hatte. Alle Strassen, die ins Zentrum führten, waren gesperrt und die wenigen Eingänge vom Militär kontrolliert. Christchurch gleicht einer Geisterstadt.
Wir hatten also keine andere Wahl, als wieder umzukehren und die 15 km mit dem Fahrrad ohne ein einziges Foto von der Stadt anzutreten. Wie es so ist kommt meistens alles miteinander und daher gaben Esti's sieben Franken Hosen den Geist auf und rissen an einer ungemütlichen Stelle. Zurück im Camping zum Hosen wechseln, machten wir uns danach noch zu einen Strandspaziergang in der Nähe auf.

Von Christchurch fuhren wir am Donnerstag Richtung Tiamaru. Um nicht einfach auf kürzestem Weg von A nach B zu fahren entschieden wir uns die sogenannte Inland Scenic Route zu fahren, die uns den nahen Skigebieten entlang führte. Leider war der Hochnebel auch in dieser Region, was uns dann die Aussicht auf die Berge versperrte. In Tiamaru angekommen erkundeten wir zu Fuss das Städtchen und kochten uns einmal mehr ein köstliches Znacht in der Küche des Campings.

Freitag, weiter Richtung Süden brachte uns der Weg nach Oamaru. Da es nicht viel zu sehen gab dazwischen, fuhren wir die 85 Km an einem Stück.
Oamaru selber hat zwei Sehenswürdigkeiten. Die alten Kalkstein Gebäude und die Pinguin Kolonien, die gegen Abend vom jagen zurück an Land kommen. Erstes konnten wir bei Sonnenschein am Nachmittag besichtigen. Zweites mussten wir wegen Rugby leider auf ein anderes Mal verschieben. Da wir nun schon näher an Dunedin und dem Sonntag rückten, wurde die Anzahl der Irlandfans auf der Strasse und dem Camping immer mehr. Am Abend im Pub namens Fat Sally kamen wir uns schon fast wie in Irland vor. Apropos Fat Sally, der Name ist dort Programm. Während des Abends kam plötzlich eine Frau durch die Tür, die der Karikatur an der Wand wie auf einem Foto glich. Fat Sally persönlich kam um für das Rechte zu sorgen.

Da wir das Frühstück am Beach vor einigen Tagen so toll fanden, machten wir uns am Samstag Morgen mit knurrendem Magen und suchendem Blick auf den Weg Richtung Dunedin. Nach einer kurzen Fahrt fanden wir ein geeignetes Plätzchen und verpflegten uns mit Speck, Spiegelei und Hashbrowns aus dem Van. Die darauf folgenden 100 km unterbrachen wir für einen Stop bei den Moeraki Boulders. Die dort zu sehenden runden Steine sind faszinierend. Wie Riesige Murmeln liegen diese Dinger auf ca. 100 Metern am Strand entlang. Wirklich beeindruckend!

Ca. 5 Minuten südlich machten wir noch eine Halt am Shag Point, konnten dort aber nicht viel neues sehen. In Dunedin angekommen checkten wir im Camping ein und suchten uns ein Plätzchen unter den anderen Campern, die fast ausschließlich aus Irischen Fans bestanden. Ein Gefühl wie an einem Openair überkam mich hier bald. Da am Samstag die entscheidende Phase der WM gespielt wurde verbrachten wir den Nachmittag fast komplett in der Bar vor dem Bildschirm. Einige tausend grün gekleidete Fans machten uns das gleich.
Am Sonntag, bei prachtvollem Wetter machten wir dann wieder Fat das Gleiche. Wir schauten drei Spiele im Pub und machten uns danach auf mit der grünen Welle ins Stadium. Der Dunedin Rugby Dome war in puncto Stimmung kaum zu überbieten. Hätte Irland zu Hause gespielt, wäre die Chance fast größer gewesen, mehr Italien Fans zu treffen! Ein super Spiel mit der besten Aussicht in einem der besten Stadien überhaupt!

Heute machten wir einen Ausflug auf einer historischen Bahnstrecke mit der Taieri Gorge Railway. Auf der rund vierstündigen fahrt passierten wir einige wundervolle Landschaften und Bauwerke aus dem vergangenen Jahrhundert. Ein Ausflug der sich gelohnt hat. Zurück im historischen Bahnhof gönnten wir uns zu Esti's Geburtstag ein feines Abendessen in einem edlen Restaurant.

Wie die Reise morgen weiter geht, werden wir später noch entscheiden.

Dienstag, 27. September 2011

Welcome to the south island

Wieder eine Woche um und kein Zwischenbericht. Naja, wir haben ja auch Ferien ;-)

Ich fange am besten nahtlos an den letzten Post an, damit ihr nicht den Faden verliert!

Nachdem wir uns von der Höhlentour mit einem frischen Pint und einem spannenden Spiel im Pub erholt haben, sind wir am letzten Mittwoch mit einigen Umwegen nach New Plymouth gefahren. Auf dem Weg dorthin machten wir in Mokau einen halt um uns den schwarzen Sand am Black Beach anzuschauen. Weiter auf unserem Weg hielten wir ein paar Km südlich um die Three Sisters vor die Linse zu bekommen. Da wir uns leider nicht über Ebbe und Flut informiert haben, kamen wir dann leider zu spät. Auch die White Cliffs konnten wir dank dem Wasser nicht von nahem betrachten. Zur Entschädigung für die missglückten Sehenswürdigkeiten konnten wir am Abend unseren Van an den, bis zu diesem Zeitpunkt, Platz mit der besten Aussicht in New Plymouth abstellen. Hinten das Meer und vorne der Mount Taranaki, was will man mehr. Mit einem Spaziergang an der Promenade von New Plymouth schlossen wir dann diesen Abend ab.

Neuer Tag, neues Pech. Wir haben unser Weg eigentlich so gewählt, weil wir den Mount Taranaki in seiner vollen Pracht sehen wollten. Leider war der Donnerstag aber um den Mount so bewölkt, dass wir ihn nicht von nahem betrachten konnten. Da das Wetter sonst aber relativ gut war, entschlossen wir uns in Stradford den empfohlenen Stadtrundgang zu machen, auch das etwas, was nicht weiter zu empfehlen ist... Zum Glück kam es dann auch an diesem Tag noch besser und wir verbrachten den frühen Nachmittag im Freiluftmuseum von Stradford. In mühevoller Arbeit wurden dort alte neuseeländische Häuser und Einrichtungen von diversen Orten wieder aufgebaut und restauriert. Viele Details verleihen diesem Ort einen gewissen Charme. Da wir uns für das Spiel am Sonntag in Wellington ein wenig sputen mussten, fuhren wir danach noch weiter gegen Süden. Da in unserem Campingführer keine Empfehlung für dieses Gebiet vorhanden war, suchten wir uns einfach selber ein schönes Plätzchen, was uns dann an den wirklich traumhaftesten Ort führte, an dem wir bis anhin übernachten durften. Patea Beach, ein Traum!

Freitag, weiter nach Süden, näher Richtung Wellington. Ein wunder schöner Morgen und vor uns ein Tag mit wenig Programm, aber vielen Kilometern. Erster Halt, Palmerston North. Hier befindet sich das NZ Rugby Museum, ein Muss für jeden Fan. Auf relativ kleiner Fläche wird einem hier die Geschichte des neuseeländischen Rugby mit vielen Artefakten näher gebracht und wer will kann sich auch noch interaktiv mit kicken, tackeln und scrummen austoben. Da über die Stadt nicht viel tolles im Reiseführer geschrieben war, übernachteten wir an einem kleinen Ort südlich am Himatangi Beach. Hier sind wir nun Mitglied im Boating and Fishing Club, damit wir am Abend das Spiel im Clubhaus sehen konnten.

Der Samstag fing nicht toll an, Regen und Wind. Kein grosses Problem, da wir sowieso ohne Umwege nach Wellington wollten. Leider hatten wir noch keinen Camping Platz und alles was wir im Voraus versuchten war ausgebucht. Hmm, was nun? Einfach mal fragen ob evtl. jemand abgesagt hat. In Wellington angekommen, klapperten wir daher die zentralen Camping ab und bekamen von einem Security den Tip, dass wir 5 Km ausserhalb bei einer Marina stehen dürfen. Angekommen an diesem Platz war ausser uns fast keiner dort, WC und Dusche war aber vorhanden. Nach einer Weile fanden wir dann heraus, wo wir uns anmelden mussten. Der Platz war kostenlos und wir bekamen noch ein Welcome Pack von Wellington. Im Vergleich zu Auckland Sparten wir so 45 Dollar pro Nacht und Waren wunderbar zentral. Der Wagen war geparkt, auf ins Zentrum und zum shoppen... Am Abend trafen wir uns noch mit fünf Leuten vom RC Bern um uns gemeinsam anzusehen, wie die All Blacks die Franzosen fast chancenlos die Stirn boten.

Am Sonntag war das Wetter wirklich mies. Wenn wir am Abend nicht Argentinien gegen Schottland live sehen würden, wären wir vielleicht gar nicht aufgestanden. Es goss das erste mal seit wir hier sind so richtig runter. Leider hat unser Auto eine Stelle, wo der Regen rein tropft. Wir mussten dieses mal die grosse Schüssel darunter stellen, damit wir keine Überraschung erleben, wenn wir wieder zurück kommen. Was macht man an einem Tag an dem es so regnet? Richtig, wir begaben uns ins Te Papa Museum. Nicht nur dass das Museum gratis ist, nein auch die Vielfalt hat uns beeindruckt! Wir hoffen schon fast auf schlechtes Wetter wenn wir zurück in Wellington sind, damit wir dort nochmals vorbeischauen können.
Zum Glück wurde das Wetter dann aber am Nachmittag wieder besser und wir hatten auch noch gedeckte Plätze am Abend im Stadion. Die Argentinischen Fans machten den Abend dann noch gelungener, als ihr Team das Spiel gewann.

Gestern, Montag Mittag, legten wir nun von Wellington mit der Fähre ab und hatten eine ruhige dreistündige Fahrt die uns am Abend dann nach Picton brachte. In der Fahrt inklusive, schönes Wetter und Delfine als Begleitung neben dem Schiff.

Heute sind wir in Kaikoura angekommen und konnten uns nach einem kurzen Spaziergang bis auf wenige Meter an ruhende Seehunde heranwagen. Wenn man sich ruhig nähert und einen Abstand von ca. 10 Metern einhält, scheint das die Tiere kaum zu interessieren. Nach dieser körperlichen Anstrengung ;-) haben wir uns dann einen gebratenen Crayfish geleistet. Lecker, fast frisch aus dem Meer auf den Grill. Was könnte besser sein.

Morgen fahren wir nach Christchurch, wo wir sicher noch Spuren der jüngsten Erdbeben sehen werden. Ich bin gespannt, wie die Situation vor Ort aussieht.

Dienstag, 20. September 2011

From Aussies and glowworms...

Huch, wie die Zeit vergeht...!

Scho wieder ist mehr als eine Woche um und kein update auf der Seite.

Fangen wir daher einfach am letzten Dienstag an:

Nachdem uns das Wetter leider nicht gnädig war und wir das schwimmen mit den Delfinen und das hole in the Rock nicht besuchen konnten sind wir von Russel mit der Fähre nach Waitangi gefahren. Waitangi ist für die Geschichte von Neuseeland sehr wichtig, da dort der Vertrag für das Zusammenleben von Engländern und Maoris unterzeichnet wurde. Das Museum vor Ort ist daher auch auf die Englisch/Maori Beziehung ausgerichtet. Nicht nur ein ein Wakka Boot mit einer wirklich erstaunlichen Länge, geschnitzt aus einem der berühmten Kauri Bäumen, auch ein wirklich imposanter traditioneller Pavillon mit hunderten fob Schnitzereien konnten wir bestaunen. Nach dem schlendern über die Anlage machten wir uns Richtung 90 Mile Beach auf...

Ahipara war dann der Ausgangspunkt für die zweistündige Quad Tour entlang des mehr als 120km langen Strandes. Dieser Weg wird bei low tide (Ebbe) als offizielle Strasse benutzt, ist aber zu dieser Jahreszeit kaum befahren. Dies gab aber Esti die Gelegenheit sich auch mal selber motorisiert fort zu bewegen. Wir hatten 2h Fun am Beach und konnten das fast perfekte Wetter geniessen.

Weiter führte uns unser weg an der Westküste nach Opononi. Wieder einmal ging der Weg nicht nur über Asphalt, sondern auch wieder auf dem Wasser... Da wir leider noch nicht Sommer haben, war das Sandboarden von den riesigen Dünen nicht erschlossen und wir verbrachten nur die Nacht dort.

Wenige Kilometer südlich, passierten wir dem Waipoua Kauriwald, wo wir, wie man das so macht, den höchsten (51 m) und den dicksten (16 m Umfang) Kauri besuchten. Erstaunlicher Weise sind diese Giganten aber wirklich eindrucksvoll und ein Besuch hat sich gelohnt!

Da wir am Freitag in Auckland sein wollten, fuhren wir mit nur einem kleinen Umweg an drei schöne Süßwasser Seen fast direkt nach Matakohe. Dort verbrachten wir unsere letzte Nacht in den Northlands.

Auf dem Weg nach Auckland machten wir zum zweiten mal halt in Orewa, wo wir uns im i-Sight über die Stellplatzmöglichkeiten in Auckland informierten. Voilà, unser Favorit war noch frei! Relativ zentral stellten wir daher unseren Van in Auckland auf unseren Stellplatz und machten uns auf die Stadt zu erkunden. Wobei erkunden für den Freitag ein wenig übertrieben ist. Wir waren lediglich auf Shopping Tour und schauten uns danach das Spiel in der Fan Cloud an. Über den Public Transport von Auckland will ich hier keine Worte verschwenden...

Samstag, ein grosser Tag in zwei Hinsichten! Zum ersten, unser wohl größtes Spiel, AUS vs IRE und zum zweiten das treffen mit Steven, der extra für dieses Spiel von Australien nach Auckland geflogen ist und den wir auf ein paar Pints treffen konnten. Zusätzlich zu Steven trafen wir auch noch Renzo, was uns zu einer grossen Swiss Group (einer davon Swaussie) machte.

Das Spiel war der Hammer! Wir hatten tolle Plätze, es war mehr als spannen und am Schluss gewann auch noch das richtige Team! Die Iren feierten, perfekt! Ein letzte Bier mit Steven und dann musste er leider schon wieder auf den Flieger.

Sonntag, Katertag in Auckland. Wir machten einenAusflugin die Undrwaterworld. Pinguine, Haie und Seepferdchen zu sehen ohne nass zu werden, ein guter Zeitvertreib...

Gestern entschieden wir uns den Wg nach Wellington über die Westküste zu bestreiten. Wir fuhren auf dem direkten Weg nach Waitomo. Hier in Waitomo gibt es Höhlen, mit einer speziellen Art von Glühwürmchen. Dies hier zu erklären würde zu viel werden, also wehn es interessiert, einfach Google fragen!

Heute früh am Morgen machten wir und auf den Weg in unser vier stündiges Untergrund Erlebniss. Die Tour begann mit abseilen (eng.: absail), kriechen und eben diese Glühwürmchen bestaunen. Es hat sich gelohnt, es war sehr aufregend und außergewöhnlich.

Morgen wird uns der Weg weiter Richtung Süden bringen, wo wir bald den Mount Taranaki und dann spätestens Samstag Wellington erreichen werden...

Stay tuned...

Mittwoch, 14. September 2011

New photos

Hatten gerade wieder mal WLAN um einige Bilder hoch zu laden.

Enjoy...

Montag, 12. September 2011

Ab in die Northlands

Nachdem wir in der Nacht auf Mittwoch auf unserem Camping unsanft vom Feueralarm der Station vis a vis geweckt wurden, machten wir uns am Morgen dann Richtung Tauranga auf, wo wir wieder mal in unserem fixen Gästezimmer übernachten konnten. Am Donnerstag war dann Sport Shopping angesagt. Wir mussten uns ja noch für das Eröffnungsspiel einkleiden. Nicht nur Esti ist nun All Blacks Fan, auch ich konnte mich durchringen ein Shirt zu kaufen.

Am Donnerstag Abend dann fuhren wir im Konvoi nach Auckland wo wir bei bekannten von Hans und Evi unterkamen. Claudia uns Silvan empfingen uns mit einem schönen BBQ und wir merkten einmal mehr, dass Neuseeländer einfach keine essbare Wurst produzieren können.

Samstag, der grosse Tag der Eröffnung. Am morgen besuchten wir kurz den Stadtteil Davenport und mussten feststellen, dass wir wohl doch nicht die einzigen Fans sind, die sich schon das schwarze Shirt angezogen haben. Jeder zweite lief oder fuhr im Schwarzen Dress an uns vorbei. Am Nachmittag wollten wir dann mit der Fähre von Bayswater ins Zentrum, um die offizielle Eröffnung mit zu erleben. Kaum dort angekommen, wurden wir von der Menschenmasse fast erdrückt. Die Übertragung der Eröffnung ein Desaster. Weder Bild nicht Ton auf der Leinwand waren gut oder stimmten überein. Nicht das schlimmste, was wir später noch erfuhren. Im Verslaufe des Abends wurden dann nämlich keine Personen mehr in die Stadt transportiert mit den Fähren. Der Zug ins Stadion konnte wegen technischen Pannen nicht fahren, einige sahen das Spiel nicht, oder kamen viel zu spät. Da wir sportlich sind und uns vom 4km langen Fantrail einiges versprachen, gingen wir zu Fuss. Gerade rechtzeitig und mit einer Ration Bier in der Hand, nahemn wir zur Eröfnnungs Zeremonie Platz. Wie wir rausfanden in der sechsten Reihe Links hinter den Posts. Da das Spiel dann zum größten Teil in unserer Hälfte statt fand, konnte der Platz gar nicht besser sein. Das Spiel war spannend und die Show war grossartig! Die Nacht in Auckland dann auch noch.

Am Sonntag nun, fuhren wir Richtung Northlands wo wir die Zeit bis zum nächsten Spiel am Samstag verbringen werden. Unsere erste Station Sandspit bescherte uns eine windige und nasse Nacht, was unserem Van dann fast das Dachfenster kostete. Mit der Schuh-Bierdosen Konstruktion, konnten wir es vor dem kompletten wegflug retten. Das gestern gekaufte Tape, brachte uns nun wieder Sicherheit, dass wir das Ding nicht verlieren und wir nicht wieder unsanft aus dem Schlaf gerissen werden.

Auf unserer weiteren Reise gegen Norden, legten wir eine Nacht in Whangarei ein, wo wir uns dank dem Wetter einen Sonntag im Pub mit 3 Rugby spielen gaben. Mit gelöschtem Durst und einem mitgefieberten Sieg von Irland legten wir uns dann schlafen.

Heute führte uns der Weg mit Zwischenhalt an der wunderschönen und menschenleeren Mimiwhangata Bay nach Russel, der ältensten Stadt der Neuseeländischen Besiedlung und ausgangspunkt zur Bay of Islands. Sollte morgen das Wetter stimmen, werden wir uns für einen halben Tag auf dem Wasser bewegen und die Umgebung erkunden.

Dienstag, 6. September 2011

Coromandel Peninsula

Wie schon am Freitag beschlossen machten wir uns am Samstag auf den Weg Richtung Hamilton um den Rugby Premiership Final zwischen Waitako und Canterbury zu schauen. Trotz des hochklassigen Spiels waren die Tickets weder teuer noch ausverkauft. Im Stadion angekommen versorgten wir uns mit Getränken und essen, wobei das Erlebnis NZ Hotdog mit einem Never again abgestempelt werden kann... Das Spiel war leider nicht so spannend, was vielleicht daran lag, dass es keine Tries gab. Anyway, es werden bald noch weitaus bessere Spiele folgen.
Am Sonntag morgen, nach ausgiebigem Einkauf, fuhren wir dann Coromandel Halbinsel, wo wir unser erstes Ziel, den Hot Water Beach ansteuerten. An diesem Strand kann an gewissen Stellen bei Ebbe ein Loch gebuddelt werden, wo dann warmes bis heisses Wasser reinfliesst. Ein wirklich geiles Erlebnis im Natural SPA! Hier hat es uns so gut gefallen, dass wir im Camping gleich direkt für zwei Tage eingecheckt haben.
Da Ebbe nur zwei mal am Tag ist und 6 Uhr zum Buddeln noch zu früh ist, haben wir dann am Montag noch einen Ausflug zur Cathedral Cove unternommen. Zu dieser Jahreszeit ein Traum! Im Sommer dann evtl. nicht mehr so mit den vielen Touristen. Nach dem schon fast obligaten Bad im natürlichen Pool kamen wir dann zum bisherigen Highlight: Beef Eye Filet, besseres Fleisch gibt es glaub ich kaum, jedenfalls hatte ich noch nie.
Heute fuhren wir nun Richtung Coromandel Town, wobei der Begriff Town hier etwas grosszügig verwendet wird :-)
Auf dem Weg machten wir noch einen Abstecher zu den ältesten Bäumen im Land, den Kauri Bäumen und an einen 10 Meter Wasserfall, sehr spektakulär für uns Schweizer...
Kurz vor Coromandel Town besuchten wir noch den Waiau Waterworks Park. Ein Park voller Wasserspiele, würde sicher im Sommer noch mehr Spass machen.

Nun sind wir im Camping mit Aussicht auf Zitronenbaum un Palme, naja es könnte schlimmer sein.

Morgen geht's zurück nach Tauranga, von wo wir uns dann am Donnerstag mit Evi und Hansi Richtung Auckland zum Eröffnungsspiel aufmachen.

Photos folgen später, da wir hier kein freies WLAN haben...

Donnerstag, 1. September 2011

Meet the All Blacks

Nachdem wir gestern den Mount Maunganui bestiegen und so eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung von Tauranga hatten, waren wir heute früh auf dem Weg nach Te Puke.

Te Puke ist ein kleines Dorf Nähe Tauranga, dass für den Empfang von 3 der aktuellen All Blacks gezogen wurde. Heute um 10 Uhr konnten wir dann hautnah Dan Carter, Richard Kahui und Isaia Toeava erleben. Es war erstaunlich, ohne nennenswerte Sicherheit konnte mann bis auf wenige cm an die Stars herankommen.
Die drei wurden dann von den mini Rugbyanern belagert, mit denen sie auch einige Übungen bestritten.

Auch unser Van ist nun endlich eingerichtet und wir sind bereit um unsere ersten Nächte darin zu verbringen. Unser Plan für morgen: ITM Cup Final in Hamilton, wo Waikato auf Canterbury trifft.

Location:Orakei Pl,Tauranga,New Zealand